Donnerstag, 8. April 2010

Wohnungssuche ist nicht lustig - und das Jobcenter auch nicht

tja es ist schon irgendwie bezeichnend, dass über die Hälfte dieser Blogeinträge immer mit dem Jobcenter zu tun haben...aber so ist das nun mal, denn die haben auch überall was mitzumischen. In der Wohnungssuche zum Beispiel. Erfhare ich nun, dass jedes einzelne Angebot eingereicht und begutachtet und zugestimmt werden muss. is ja im Grunde nicht ganz so schlimm, wenn man vor Ort wohnt und eine große Auswahl hat. Problematisch wird es allerdings, wenn bei Besichtigungsterminen schon 5 andere Interessenten dabei sind und die Tage vorher und hinterher noch mal an 4 Terminen mindestens genauso viele Menschen diese Wohnung begucken wollen. was dann dazu führt, dass man schnell "ja" sagen muss und eher weniger auf die Begutachtung der Arge/des Jobcenters warten kann weil dann nämlich schon einer der 50 anderen Interessenten zugeschlagen hat. das würde bedeuten, dass ich auf der Straße stehe, wie auch immer ich das drehe und wende, denn es warten ja (leider) nicht alle nur auf mich. Auf die Frage hin, was ich denn tun solle und ob ich nicht die Wohnung erstmal mieten kann, wenn ich weiß, dass sie in den Vorgaben liegt und genehmigt werden wird, und die Kaution und die Miete des ersten Monats selbst zahle, sagte man mir nur, ich sollte mich halt eher kümmern und nicht erst 3 Wochen bevor der Job beginnt und mir mehr als eine Wohnung angucken...womit wir beim Thema wären, dass ich ja vor, ich glaube 2 oder 3 Wochen mein Vorstellungsgespräch hatte und diesen Job in 3 Wochen anfangen soll und seitdem auf der Wohnungssuche bin, nur gibt es eben wenig kleine, verhältnismäßige, bezahlbare Wohnungen und davon hab ich mir genau ALLE gestern angesehen. Ich bin morgens um 6:15 losgefahren und war um 01:00 nachts wieder zu Hause... und dann möchte ich bitte nicht hören, ich kümmer mich nicht genug, vor allem, weil ich ja auch shcon 4 Vormittage am Telefon hing um rauszubekommen, wie das mit Zuschüssen ist (heute morgen nochmal, mit einer sehr sehr unfreundlichen und pampigen Frau, die gar nichts wusste und auch nicht wusste wen ich fragen könnte und woher ich die Informationen bekommen könnte und nur wusste, dass ich mich halt eher drum kümmern soll und nicht verstand, dass ich erst seit 2 Wochen weiß, dass ich in 3 anfangen kann und ich mich seitdem kümmer, nun ja, da wurde ich dann auch ein bisschen aufgebracht und wäre am liebsten durchs Telefon gesprungen,vor als sie sagte, dann müsse ich mich halt obdachlos melden..haha ah ja!) Wenn ich diesen Gedanken, dass ich keine Wohnung oder kein Zimmer bekomme, mal weiterspinne, dann sieht die worst case gedankenkette so aus:
Ich habe mir meinen Job selbst geschaffen und darf arbeiten ab 1. des nächsten Monats --> Ich gehe auf Wohnungssuche --> ich finde nach langem Suchen aus der Ferne etwas annehmbares (von der Traumwohnung will ich hier ja gar nich sprechen) --> ich will die WOhnung und sage dem Vermieter, dass ich sie will, aber erst ein Mietangebot brauche --> das lege ich dem Jobcenter vor ---> das bearbeitet und bearbeitet und bearbeitet ("wenn sie zum 1. einziehen wollen dann sind sie nun aber schon fast ein bisschen spät") --> es wird zugestimmt, ich darf die Wohnung nehmen, da es aber 20 Interessenten gab, hat die WOhnung nun wer anderes bekommen --> ich bin obdachlos und gehe auf WOhnungssuche --> ich finde etwas und muss es dem Amt vorlegen, das bearbeitet und bearbeitet und bearbeitet--> es hat jemand anderes bekommen---> der nächtse erste ist da --> ich bin obdachlos und kann meinen Job nicht antreten --> also bekommt ihn jemand anderes, der vor Ort ist --> ich bleibe zu Hause und bleibe Hartzi ohne Arbeit.... jaa wohl!
nun denk ich nicht, dass es so kommen wird, aber theoretisch ist die Gefahr da und da frag ich mich ein weiteres Mal, was falsch ist am System...
Eigentlich wollte ich aber über die Wohnungen berichten.entschuldigung. Also, ich war nun gestern unterwegs und habe um 10.00 um 12:00 um 16:00 um 17:00, 17:30 und um 20:00 Wohnungen und Zimmer und WGs in verschiedenen Städten angeschaut (soviel zum Thema "dann müssten sie sich schon mehr als eine Wohnung anschauen")und mich von der Vorstellung verabschiedet, dass ich alle meine Sachen und Möbel mitnehmen kann, hab ich mich nun endgültig verabschiedet. Auch in den WOhnungen ist für einen annehmbaren Preis höchstens 1 Zimmer drin und dass ist dann unter 20qm groß. Eine 34qm Wohnung mit Winzbad und Winzküche (plus Flur und ca 17qm Wohnschlafzimmer) käme evtl in Frage, das andere war ein megadunkles, altes und muffig riechendes Loch mit okkerfarbenem Teppich und einem klitzekleinen Raum in dem die "Küchenzeile", bestehend aus einer Spüle und einer Mikrowelle, noch enthalten war. Stellt man sein Bett rein, is das Loch auch schon voll! Die nächste war mit NK+HK+Strom+Telefon dann doch zu teuer plus mitten an der Hauptstraße und auch recht alt,die nächste im 6. Stock über nem Lagerhaus (ohne Lift natürlich), mit komisch aussehenden Menschen davor, aber sonst noch zur Not ok. Als letztes hatte ich noch ein WG-Casting für ein Zimmer in einer 6er WG in einem Albau mit gigantisch hohen Decken. Die Leute dort waren alle sehr nett, sind älter als ich und arbeiten bzw einer studiert.
Tja und nun wart ich auf Nachricht, ob ich irgendwo theoretisch einziehen darf und ob irgendwer tatsächlich darauf wartet, dass mein Amt dem ganzen Kram zustimmt...sonst...ihr wisst..worst case-scenario....und so...ne?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen